Spiele und Spielzeug

In einem Land voller Kinder wird natürlich auch gerne und viel gespielt. Während die meisten Spiele weltbekannt sind, gibt es doch so manches, das für den Mitteleuropäer neu ist. Ein paar Feinheiten:

Netball: Ein basketballähnliches Spiel, das hauptsächlich von Frauen gespielt wird. In Uganda ein sehr beliebter Schulsport für Mädchen, selbst die ärmsten Schulen haben oft irgendwo einen Korb herumstehen. Die Weltrangliste liest sich wie ein „Who is Who“ der Commonwealth-Länder. In Uganda sind sie jedenfalls mächtig stolz auf ihr Damennationalteam, es kommt immer wieder in den Zeitungen prominent vor.

Fußball: Der klare Favorit unter den Männern, wird manchmal in interessanten Varianten gespielt. Bei „Patience“ bzw. „Possession“ geht es eigentlich nur darum, den Ball im eigenen Team zu halten. Dabei sind allerdings in der Regel beliebig viele Berührungen erlaubt. Manchmal wird auch auf winzige Tore (etwa ein Balldurchmesser) gespielt, aber auf einem riesigen Feld. In der FIFA-Weltrangliste ist Uganda deutlich weiter hinten, bei den Männern knapp vor den Färöer Inseln, bei den Damen knappe 100 Plätze hinter Österreich. Hier noch eine schöne Geschichte aus Dänemark dazu.

Abschießen: Interessanterweise wird es fast nur von den Mädchen gespielt – meistens zu dritt oder viert. Als Ball dienen meistens zusammengerollte Strümpfe. Ein oder zwei Mädchen in der Mitte versuchen den Würfen der beiden Gegnerinnen am Rand des Spielfeldes auszuweichen. In einer Variante müssen die Spielerinnen in der Mitte Kronkorken umdrehen und gewinnen, wenn sie alle schaffen, bevor sie abgeschossen wurden.

Rugby Sevens: Rugby ist generell beliebt, aber die Sevens-Variante ist hier verhältnismäßig groß. In Nairobi gab es erst kürzlich ein großes Turnier, das auch im Fernsehen live übertragen wurde.

Kreisel: Gerne spielen Kinder auch mit Kreiseln, die mit einer Schnur gestartet werden. Dann wird mit irgendeinem Hilfsmittel der Kreisel hin- und hergeschlagen. Die feineren Regeln hab ich leider noch nicht kapiert.

Spielzeug: Toys’R Us gibt es hier keinen. Braucht aber auch niemand. Mit alten Reifen und einem Stock kann man sich blendend unterhalten, aus Kronkorken und Plastikflaschen kann man einen Gogo-wanz (so hieß das zumindest bei Rauchs – ein Spielzeug zum Nachziehen) basteln, aus Stoffresten werden Puppen und Stofftiere genäht.


GAMES AND TOYS

In a country full of children, there is no shortage of games and toys. While most games are known worldwide, there are some new twists for the middle-European.

Netball: Similar to basketball, primarily played by women. In Uganda it is a very popular sport in schools, even the poorest schools often have a hoop somewhere. The world rankings read like a who-is-who of Commonwealth countries.  In Uganda the women’s national team is a source of great pride, it is featured in the papers frequently.

Football: The clear favorite among men is sometimes played in interesting variations. In “Patience” or “Possession” the objective is solely to keep the ball in your team. Multiple touches by one player are allowed though. Sometimes it is also played on tiny goals (about one ball diameter wide), but on huge fields. In the FIFA world rankings Uganda is pretty far behind, the men are barely in front of the Faroe Islands, the women are almost 100 spots below Austria. Here is a nice story about Ugandans playing football in Denmark.

Dodgeball: Interestingly almost exclusively played by girls, mostly with three or four players.  The ball is usually just made of rolled up stockings. One or two girls in the middle try to dodge the throws by their opponents on the edge of the playing field. In one variation the players in the middle try to flip bottle caps, if they succeed before being hit, they win.

Rugby Sevens: Rugby in general is very popular, but especially the Sevens variation. Nairobi recently held a major tournament that was broadcast live on national television.

Spinning Tops: Another favorite among children is the spinning top. Usually started with some sort of string, it is then whipped around with sticks or various other “rackets”. The finer points unfortunately elude me.

Toys: There is no Toys R’Us here. But nobody really needs it anyway. Old tires and a stick make for great amusement, bottle caps and plastic bottles can be used to construct a Gogo-wanz (at least that is what is was called in the Rauch home – a toy to pull behind you), dolls and stuffed animals are often made from spare pieces of cloth.

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